Industrias Agricolas
stillgelegt 2006
Die Bilder entstanden im März 2010

In dieser 1930 gegründeten Fabrik wurden Erzeugnisse aus der Früchten des  Johannisbrotbaumes verarbeitet. Zu einem hat man die harten Samen zu Carubin vermahlen und unter dem Lebensmittelzusatzstoff E410 vertrieben. Dieses dient als Verdickungsmittel in vielen Lebensmitteln wie Soßen, Suppen, Speiseeis und anderen Süßwaren. Sogar in Bio Produkten ist es uneingeschränkt verwendbar. Auch die Schoten dieser Frucht wurden weiter verwendet. Das Fruchtfleisch wurde getrocknet und geröstet und hat dann als sogenanntes Carob ähnliche Eigenschaften wie Kakaopulver, das in einheimischen Backwaren gerne verwendet wurde. In der Fabrik selbst waren noch einige maschinelle Hinterlassenschaften vorhanden, zum  Teil in hölzerner Bauart und noch mit wuchtigen Transmissionsriemen, wie man sie in der heutigen Zeit nur noch selten finden kann. Die größte Überraschung bereitete der Fund einer größeren Menge Wertpapiere aus den Kriegsjahren 1939 & 1943, der von der Ferne zuerst nach einer Ladung abgelegter Werbewurfsendungen ähnelte ...

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