
1851 war die Gründung der Brauerei Eylenbosch.
1989 wurde die Brauerei von Alken-Maes aufgekauft und 2001 ganz geschlossen.
Bei Eylenbosch wurde Lambic produziert, das ist ein Bier auf Basis einer
Gärung ohne Zugabe von Hefe und einer Reife in Eichenfässern. Dieses Lambic
hat man weiterverarbeitet zu Gueuze, dabei wird Lambic mit verschiedenem
Reifegrad gemischt und noch mal in Flaschen nachgegärt. Dieses Bierverfahren
gibt es nur im Südwesten Brüssels, und wird auch Brüssler Champagner
genannt. Weitere Produkte waren Fruchtbiere wie Kriek (Lambic mit
Sauerkirschen) & Frater Ambrosius (Lambic mit Himbeere).
Bei meinem Besuch haben mich die vielen noch herumliegenden alten
Eichenfässer und Reste von Bierkästen fasziniert. Ansonsten ist nicht mehr
viel brautypisches in den Gemäuern zu finden. Das von außen unscheinbare
Heim des Fabrikanten stellt von innen ein wahres Schmuckstück da. Reichlich
verzierte Stuckdecken, Wände mit Holzornamenten, stilvolle Tapeten und Reste
eines offenen Kamins zeugen von einem einst wohnlichen Heim. Im Keller
befand sich noch ein umfangreiches Lager von liegenden Weinflaschen, die
alle wegen des zersetzten Korkens nur noch halb gefüllt waren. Es könnte
sich dabei auch um Cuvée Spéciale Kriek
handeln, was durch fehlende Etiketten nur noch schwer zu ermitteln ist.
Angrenzend an das Wohnhaus befindet sich eine Ausschankstube der Brauerei in
der die Erzeugnisse frisch vom Erzeuger konsumiert werden konnten. In
nächster Zeit ist eine Umnutzung des Gebäude in Restaurant & Bar geplant. |