 Bruno Reinicke (1844-1926),
damals Direktor der Aktien-Malz-Fabrik Landsberg, gründete am 05.12.1881
mit einigen Kaufleuten und Landwirten die Hallesche Malzfabrik "Reinicke
& Co." Der Bau begann 1882 mit einem langgestreckten
Hauptgebäude, zwei Darren und dem Maschinen- und Kesselhaus. Bereits Ende
1882 wurde der erste Erweiterungsbau beschlossen. Die Fabrik wuchs bis zum
Jahr 1889 auf ihre Gesamtgröße (Länge 330m) und konnte so sehr schnell
die geplante Produktionskapazität erreichen. Die Malzfabrik wurde von
Anbeginn mit einem guten Erfolg betrieben, so dass sie sich in wenigen
Jahren eine sichere und treue Kundschaft erworben hatte. Die Räumlichkeiten
dienten noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts der Malzproduktion und wurden
anschließend jahrzehntelang als Textillager genutzt. Die weithin
sichtbaren, turmartigen Dunstschlote waren ursprünglich mit künstlerisch
geformten Windfangblechen bestückt. Diese sind heute leider nicht mehr
erhalten. Heute ist das Gebäude denkmalgeschützt, aber noch ungenutzt. |