Philipp Holzmann Werk
stillgelegt 2002
die Bilder entstanden im Januar 2007


Die Unternehmensgeschichte begann 1849 mit der Firmengründung von Philipp Holzmann in Dreieich. Bereits 1856 verlagerte man das Unternehmen nach Frankfurt und gründete 1863 die Baufabrik in Neu Isenburg. 1873 war Holzmann am Bau des heute noch beliebten Opernhauses Frankfurt beteiligt, 1907 am Elbtunnel in HH und 1910 bei der Edertalsperre um nur ein paar Beispiele seines Schaffens zu nennen. 1917 wurde die Philipp Holzmann AG gegründet. Während des 2.Weltkreiges profitierte das Unternehmen unter Einsatz von Zwangsarbeitern stark am Baubedarf der Nationalsozialisten. In der Nachkriegszeit beteiligte sich die Philipp Holzmann AG an der Gründung der Frankfurter Trümmerverwertungsgesellschaft, die aus Bauschutt neues Baumaterial herstellte. Weitere verkehrstechnische Projekte aus der Zeit waren Baubeteiligungen am Flughafen und der U-Bahn in Frankfurt. Im Jahre das 150-jährigen Bestehens werden erste Anzeichen der Finanzkrise deutlich: 2,4 Milliarden Verluste durch Missmanagement. Selbst Rettungsversuche durch die Bundesregierung unter Führung von Kanzler Schröder konnten die endgültige Insolvenz am 21.März 2002 nicht aufhalten. Heute wird das über 500 000 m² große Werksgelände abgerissen und teilweise durch einen Neubau eines Logistikzentrums für den Flughafen umgenutzt. Meine Bilder dokumentieren den rechten rot markierten Bereich auf dem Luftbild. Der linke Teil ist schon vom Erdboden verschwunden, der Mittelteil noch teilweise genutzt.

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