JVA-Höchst
stillgelegt 2011
Die Bilder entstanden im Dezember 2014

Gebaut wurde diese Justizvollzugsanstalt im Jahre 1910. Die ältesten Gebäude erinnern mit ihrem Baustil an die Gründerzeit mit ihren geschwungenen Bauelementen und rotem Sandsteinsockel. Auch der Dachboden ist noch vollständig aus Holzbalken gezimmert. Etwas westlich kam später ein roter Backsteinanbau hinzu, der äußerlich optisch moderner erscheint, sich aber bei der Inneneinrichtung nur wenig von dem Veralteten des ursprünglichen Teils unterscheidet. Zuletzt wurde diese JVA nur noch für max. 155 Untersuchungshäftlinge benutzt, denn die veraltete Ausstattung bot wenig Raum für Freitzeitaktivitäten wie sie in neueren Anstalten Standard sind. Eine Ausnahme war da ein jährliches Fußballtunier an dem auch Teams von außerhalb der Gefängniswelt teilnahmen. Stumme Zeugen dieses Sportereignisses sind die vielen alten Bälle die sich im Natodraht über den Hofmauern verheddert haben. Der bekannteste Zwischenfall in diesem Gefängnis war der Selbstmord eines Ikea Managers, der sich 2005 in seiner Zelle erhängte. 2011 fand der Umzug in die neue JVA in Preungesheim statt. Seit dem standen die Gebäude der „Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main 1, Zweiganstalt Höchst“ leer. Im Herbst 2014 wurde der Verkauf des alten Areals an das Bauunternehmen Krieger & Schramm bekanntgegeben, welche schon Anfang 2015 mit dem Abriss der JVA beginnen werden, um dort mit dem Wohnbauprojekt „Höchst neu erleben“ starten zu können, bei dem 107 neue Eigentumswohnungen entstehen sollen.

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