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Die
Bauten der Chemiefabrik entstanden um 1900. Drei Gebäudeflügel und
einige Nebenanlagen wie Werkstatt und Kesselhaus mit großem Schornstein
gruppieren sich entlang der orthogonalen Straßenfluchten um zwei Innenhöfe.
Besonders hervorzuheben ist der Torbereich mit monumentaler Atlas-Plastik
und nobilitierenden ionischen Säulen. in den Jahren der DDR erfolgten
hier hässliche provisorische Umbauten, die jedoch leicht wieder zu
entfernen wären.
Nach der Verstaatlichung des Betriebes erfolgte hier die Herstellung von
diversen Reinigungsmitteln wie „Klarofix“ und der Kfz-Bremsflüssigkeit
„Karipol“. Die Produktion wurde bis 1995 weitergeführt, zu Großteil
mit einem Maschinenpark, der aus den zwanziger Jahren des vorigen
Jahrhunderts stammte. Seither fehlt es an Konzepten für eine nachhaltige
Neunutzung des Ensembles, da die attraktive innerstädtische Lage und die
universal nutzbare Architektur nach vielen Jahrzehnten der chemischen
Produktion durch schwer absehbare Kontaminierung des Geländes mit
Schadstoffen relativiert werden. |