Karipol Werk Leipzig
stillgelegt 1995
Die Bilder entstanden im Mai 2004

Die Bauten der Chemiefabrik entstanden um 1900. Drei Gebäudeflügel und einige Nebenanlagen wie Werkstatt und Kesselhaus mit großem Schornstein gruppieren sich entlang der orthogonalen Straßenfluchten um zwei Innenhöfe.  Besonders hervorzuheben ist der Torbereich mit monumentaler Atlas-Plastik und nobilitierenden ionischen Säulen. in den Jahren der DDR erfolgten hier hässliche provisorische Umbauten, die jedoch leicht wieder zu entfernen wären.
Nach der Verstaatlichung des Betriebes erfolgte hier die Herstellung von diversen Reinigungsmitteln wie „Klarofix“ und der Kfz-Bremsflüssigkeit „Karipol“. Die Produktion wurde bis 1995 weitergeführt, zu Großteil mit einem Maschinenpark, der aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts stammte. Seither fehlt es an Konzepten für eine nachhaltige Neunutzung des Ensembles, da die attraktive innerstädtische Lage und die universal nutzbare Architektur nach vielen Jahrzehnten der chemischen Produktion durch schwer absehbare Kontaminierung des Geländes mit Schadstoffen relativiert werden.

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