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Der zweite Tag meiner
ersten Erkundungstour durch Belgien führte mich zur November 2002
stillgelegten Kokerei Anderlues, am Rande des gleichnamigen Ortes.
2003 haben bereits umfangreiche Abrissarbeiten in den Anlagen
größere Wunden gerissen, aber dennoch befinden sich relativ große
Teile der Kokerei noch an ihrem alten Platz. Obwohl die Kokerei erst kürzlich
stillgelegt wurde, sind die meisten Gebäude in einem sehr maroden
Zustand, was wohl bedeuten mag, das in diese kleine Kokerei schon lange
nicht mehr großartig investiert wurde. Rings um den
Benzolverarbeitungsbereich bot sich ein Bild schwerster
Umweltverschmutzungen, überall auch 4 Jahre nach der Schließung liegt
ein stechender Geruch von Benzol in der Luft und ein klebriger, schwarzer,
teeriger Belag auf den Anlagen und am Boden. Veränderungen zu den
bekannten Bildern anderer Webseitenbetreiber sind nur das jetzt entkernte
Waschhaus und die demontierte schöne alte Schaltwarte. Auch der
Pflanzenbewuchs auf den Öfen beginnt langsam die Überhand zu gewinnen.
Sehr eindrucksvoll war die Gesamtübersicht von der benachbarten
Kohleabraumhalde. Auch dort oben bot sich überraschenderweise ein Bild
erster Renaturierung mit Schilf & Co. Ein unschönes Ende fand die
Besichtigung auf der Ofenbatterie, mit einsetzendem Regen und einem
Taubenschiss direkt auf meinem Kopf. |