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Ich habe hier den Abriss eines historischen
Kraftwerksgebäudes von Anfang bis Ende dokumentarisch begleitet. Unten
habe ich einen kleinen Textauszug aus dem Netz zu der Geschichte des
Geländes mit eingefügt. Heute ist nur noch etwas Schotter und das
Fundament von den
Gebäuden übrig geblieben. |
Die Main-Kraftwerke wurden 1910 gegründet. Unmittelbar nach dem Gründungsdatum
wurde mit dem Bau des Kohlekraftwerks mit einer Leistung von 2x2000 kW
begonnen. Gleichzeitig wurden Versorgungsverträge mit Einzelgemeinden,
aber auch Großabnehmerverträge mit bedeutenden Unternehmen abgeschlossen
Anzeige mit Gesamtanlage 1928 Mit einer Feier und einer Ausstellung „Die
Verwendung der Elektrizität in Haushalt, Gewerbe und Landwirtschaft“
wurde das Kraftwerk 1911 in Betrieb genommen. Neben Höchst wurden 28
weitere Gemeinden mit insgesamt 36.000 Einwohnern mit Strom versorgt.
Bereits 1913 mußte die Leistung durch eine neue Turbo- Dynamo-Maschine
von 5000 kW erhöht werden. Mehrere Kraftwerke im Umkreis wurden damals
bereits zugekauft um die Kapazitäten zu erweitern. 1929, im 20. Geschäftsjahr,
war die Zahl der von den Main-Kraftwerken versorgten Gemeinden auf 366 mit
283.000 Einwohnern gestiegen. Die nutzbare Stromabgabe überschritt bei
einem Gesamtanschlußwert von 105 Mio. kWh erstmals die
100-Millionen-Grenze. Nach kriegsbedingten Rückschlägen stieg die Abgabe
dann schnell bis zum Jahr 1960 auf 600 Millionen kWh und 1963 waren es
bereits 800 Millionen und sie kletterte schließlich in den 80er Jahren
auf über 3,4 Milliarden kWh. Natürlich erforderten diese Entwicklungen
ständige bauliche Erweiterungen nicht nur im gesamten Einzugsgebiet,
sondern auch am angestammten Platz. Aber die alte Höchster Turbinenhalle
blieb als Bauwerk im wesentlichen unangetastet, wenn sie auch naturgemäß
im Inneren zahlreiche technische Wandlungen erfuhr. Die Umgebung veränderte
sich allerdings in den späteren Nachkriegsjahren drastisch.
1989 wurde die Rauchgas- Entschwefelungsanlage fertiggestellt, zusammen
mit anderen Erweiterungen des Kesselhauses, das mit seiner dissonanten
Struktur das Höchster Ufer seither beherrscht hat. Nach all diesen beträchtlichen
Erweiterungen mochte man eigentlich nicht glauben, daß das Höchster
Kraftwerk, nachdem es von der Süwag übernommen worden war, 1999 wegen
nicht ausreichender Rentabilität stillgelegt wurde. Es war wohl so, daß
im Lauf der Jahre die überwiegende Kapazität auswärts entstanden war
und Höchst, wenn überhaupt, nur noch in Hochlastzeiten in Gang gesetzt
wurde. |