Reptillederfabrik
stillgelegt 1992
Die Bilder entstanden im November 2008

Diese kleine Lederfabrik inmitten einer kleinen Ortschaft war spezialisiert auf verschiedene Reptilleder-Erzeugnisse. Überall in den weitgehend maschinenleeren Produktionsräumen finden sich Unmengen Schlangenhäute - ob gebleicht, gefärbt, oder noch im natürlichern Zustand, alles noch zu finden. In großen Bündeln wurden sie auch mit Schlangenhaut zusammengebunden - sah fast so aus wie früher nach der Getreideernte das portionierte Korn! Hier und da war auch etwas Krokodilleder dabei. Weitere Hinterlassenschaften sind Unmengen alter fahrbarer Holzböcke, auf denen man damals die Häute zwischen den Produktionsstationen transportiert hat. Gummi und Lederschürzen, die einst zu der Arbeitskleidung der dortigen Arbeiter dienten hängen noch immer an ihren Haken. Ein Ordner mit alten Prospekten & Bedienungsanleitungen von Maschinen zur Lederbearbeitung geben einen guten Einblick in den Maschinenbestand, der dort einmal vorhanden gewesen sein muss. Das Dach einer Halle in der vermutlich einmal die Rohhäute bearbeitet wurden, ist vollständig über den meist aus Holz bestehenden Anlagen zusammengebrochen und hat viele dieser unter sich begraben, oder sie beim Einsturz zerstört. Im mittlerweile auch dachlosen Kesselhaus hat sich ein üppiger Bodenbelag aus Farnen und Moosen entwickelt, in dem die Dorfkatzen ihre Streifzüge unternehmen - eine davon habe ich dort aufgeschreckt.  Ein alter, ausgeschlachteter Trabant wartet in einer Halle irgendwann mit der nicht mehr zu rettenden Fabrik entsorgt zu werden.

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