Weberei Erba
stillgelegt 1994
Die Bilder entstanden im März 2007

Der erste Wunschstandort im benachbarten Bamberg wurde von der damaligen, als industriefeindlich anzusehenden Stadt Bamberg abgelehnt. Somit wurde 1858 mit dem Bau der Spinnerei & Weberei am Ufer der Regnitz bei Gaustadt  begonnen. Recht schnell erweiterte man die Produktion um Zwirnerei, Bleicherei und Garnfertigung. Ein angrenzendes Wasserkraftwerk versorgte die Fabrikanlagen mit Elektrizität. Recht bald musste eine zusätzliche Dampfmaschine mit Kesselhaus zur Strom & Wärmeversorgung des Werkes anschafft werden. 52.000 Spindeln und 750 Webstühle, die später auf 1000 aufgestockt wurden, ratterten in Gaustadt. Mit der Zeit entstanden Werkswohnungen für die Arbeiter und Angestellten, eine Badeanstalt, eine Werkküche mit Kegelbahn sowie um 1920 eine Turn- und Veranstaltungshalle. Die später als ERBA-Werk bekannte Anlage bot bis zu 1500 Menschen Arbeit. ER-BA steht für Erlangen-Bamberg AG, die 1993/94 in Konkurs ging, und das Ende der Textilgroßindustrie in Gaustadt war besiegelt. Bis 2012 soll das Gelände komplett saniert, und auf der ERBA-Insel die Landesgartenschau erblühen.

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